Namibia

der Süden

Die atemberaubende Weite der Landschaft und die Einsamkeit sind die Anziehungspunkte von Namibias Süden.
Der Fish River Canyon ist der grösste Canyon Afrikas und bietet tiefe Einblicke in die Geologie des Kontinents. Aufgrund der hohen Temperaturen sind Wanderungen am Fusse des Canyons nur in den kühleren Monaten möglich.


Bei Keetmanshoop wächst ein ganzer Wald von Köcherbäumen über kuriosen Felsformationen und bietet perfekte Postkartenmotive.

 

Lüderitz und die Diamantengeisterstadt Kolmanskop erinnern an längst vergangene Zeiten. Auf dem Weg dorthin kann man mit Glück die wilden Pferde von Garub entdecken. Sie sind Nachkommen von deutschen Armeepferden und haben ihr Leben an die Wüste angepasst.

zentralnamibia und etosha NP

Im Osten die weite, flache Kalahari, im Westen die Bergwelt des Hochlands und dazwischen die einzig Siedlung in Namibia, die ein wenig Grossstadtflair versprüht: Windhoek. Hier befindet sich der internationale Flughafen, der jedoch von der Schweiz aus nicht direkt angeflogen wird.

 

Auf halbem Weg zwischen Windhoek und dem Etosha Nationalpark liegt das Waterbergplateau, dass sich mehr als 200m hoch über die flache Savanne der Kalahari erhebt. An seinem Fuss sprudeln Quellen und sorgen für grüne Hänge (und den Namen). Zu Fuss kann man auf die Hochebene klettern und wird oben mit ursprünglicher Natur und weiten Ausblicken für die anstrengende Wanderung belohnt.

 

Der Etosha Nationalpark wurde bereits 1907 gegründet und ist mit seinen grossen Zebraherden, stolzen Löwen, prächtigen Elefanten und den bedrohten Nashörnern nach wie vor die Hauptattraktion des Landes. In der Schweiz benennen wir jeden Berg; in Namibia gilt dies für Wasserlöcher. 

 

Im Nordwesten liegt u.a. das Kaokoveld, das bis an die Grenze zu Angola geht. Dies ist das Stammland der Himba, der letzten Nomaden Namibias. Die Menschen schützen ihren Körper mit einer rötlichen Paste vor der Sonneneinstrahlung, vor Insekten und Austrocknung. Die Region ist schlecht erschlossen, sodass man sich nur mit Allradfahrzeug und GPS auf die Piste begeben sollte. 

die wüste Namib

Hohe Wanderdünen, tiefe Canyons und endloses Hügelland - die älteste Wüste der Welt ist zwar unwirtlich, aber nie langweilig. DAS Wahrzeichen von Namibia sind die wunderschönen, bis zu 300m hohen roten Dünen am Sossusvlei. Mindestens so fotogen ist das nahe Dead Vlei, eine ausgetrocknete Salzpfanne mit toten Bäumen, die wie erstarrte Zeugen aus einer anderen Zeit im Sandmeer stehen.

 

Direkt am Atlantik, umgeben von imposanter Dünenlandschaft liegt die Stadt Swakopmund - sie erinnert auch heute noch an ein deutsches Seebad. Unübersehbar sind die Spuren, welche die Kolonialzeit hier an der afrikanischen Küste hinterlassen hat. Diese einzigartige Mischung macht die Stadt zu einem beliebten Ziel für Touristen. Wegen des kühlen Benguelastroms ist Swakopmund auch ein attraktives Sommerziel für Abkühlung suchende Einheimische. Bis am Vormittag überzieht meist eine Nebelwolke aus feinen Wasserperlen die Stadt.  Zahlreiche Aktivitäten wie Touren durch die Wüste, Ausritte mit Pferden, Bootsausflüge oder Sandboarding in den Dünen werden angeboten.

 

Etwas weiter südlich liegt mit Walvis Bay der bedeutendste Seehafen Namibias und unweit davon eine riesige Lagune mit einem artenreichen Vogelschutzgebiet, darunter viele Flamingos und Pelikane. Auch Robben und Delfine können beispielsweise auf einer Kajaktour entdeckt werden. Übrigens: Die Austern dort sind Weltklasse!

 

Atemberaubende Fotomotive bieten sich bei der Spitzkoppe, einem Berg aus Granit, der sich markant aus der Ebene erhebt. Zwischen den bizarren Felsformationen aus Bögen, Kugeln und Überhängen gibt es mehrere weit verstreute (einfache) Campsites, wo man sich auf die Suche nach dem persönlichen Top-Motiv begeben kann.

zambesi-region (Caprivi)

Die wasserreichste Region des Landes ist die Zambesi-Region (ehemals Caprivi genannt). Dank den ganzjährig wasserführenden Flüssen Kwando, Okavango, Zambesi, Linyanti und Chobe und den vielen Niederschlägen ist die Vegetation überwiegend sehr dicht und ein wahres Tierparadies.

In dem schmalen Landstreifen liegen gleich vier Nationalparks: der Bwabwata NP, der Mudumu NP, der Nkasa Rupara (Mamili) NP sowie der schwer zugängliche Khaudum NP. Auf botswanischer Seite schließt der Chobe National Park an. Dank der nicht vorhandenen Grenzzäune um die Parks können die Tiere ungehindert zwischen Namibia, Sambia und Botswana wandern.

Alle diese Gebiete sind Teil des weltweit grössten Schutzgebiets, die Kavango-Zambesi-Transfrontier-Area (kurz: KAZA). Dazu gehören 36 Wildreservate, Nationalparks und Community Conservancies der Länder Angola, Botswana, Zimbabwe, Sambia und Namibia. Geplant ist ausserdem ein "UniVisa" zum vereinfachtem Grenzübertritt für Touristen innerhalb der KAZA-Transfrontier-Area.